3.8 Apg 24,24-27: Felix und Paulus

Felix war der zweite der vier großen Zeugen für die Unschuld des Paulus. Dieses Zeugnis besaß nur dann Wert, wenn der Statthalter zunächst als korrekter und aus Sachkenntnis wohlwollender Beamter erschien. Darum hat Lukas zunächst alle ungünstigen Züge aus seinem Bild ferngehalten, obwohl er sie kannte (V 26). Felix hatte einen Grund, Paulus nicht freizugeben: er wollte sich mit den Juden gutstellen und opferte darum den als unschuldig Erkannten. Paulus wäre freigelassen worden, wenn es nach Recht und Gerechtigkeit gegangen wäre (590f).

Nach zweijähriger Amtszeit wurde Porcius Festus Nachfolger des Felix.