2.4 Auferweckung und Erhöhung meinen im Urchristentum dasselbe Ereignis

Himmelfahrt und Erhöhung im NT außerhalb der lkn Schriften

G. Lohfink (1971)

a. Paulus

1Thess 1,9f: ... wie ihr euch bekehrt habt zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott und zu warten auf seinen Sohn vom Himmel, den er auferweckt hat von den Toten, Jesus, der uns von dem zukünftigen Zorn errettet“. Es geht um traditionelle Formulierungen (s. Die Areopagrede Apg 17,22-32). In 1Thess 1,9f besitzen wir in festgeprägter Form nicht nur einen knappen Abriss der pln, sondern ganz allgemein der urchristlichen Missionspredigt vor Heiden. Sinn des eingeschobenen Relativsatzes kann nur sein, näherhin zu begründen, warum Jesus aus den Himmeln erscheinen kann und zugleich zu bekräftigen, dass er wirklich erscheinen wird. Die Auferweckung Jesu ist Voraussetzung und Bekräftigung, dass er vom Himmel her erscheinen wird. Aufgrund seiner Auferweckung darf man Jesus vom Himmel her erwarten. Er ist auferstanden, deshalb kommt er vom Himmel (81f).

1Kor 15,3-8: In den Vv 3b-5 liegt eine der ältesten urchristlichen Bekenntnisformeln vor. Die Formel nennt hintereinander den Tod Jesu, sein Begräbnis, seine Auferweckung, seine Erscheinung vor Kephas und vor den Zwölfen. An das dreifache 'erschienen' der zuvor aufgezählten Erscheinungen reiht Paulus die ihm selbst widerfahrene Erscheinung des Auferstandenen einfach an. Paulus setzt voraus, dass ihm Jesus seiner Auffassung nach nicht anders erschienen war als schon den anderen vor ihm. Das Schema Auferstehung – Zwischenzeit – Himmelfahrt von Apg 1 ist Paulus und der von ihm vertretenen Tradition unbekannt (82f).

Röm 1,3f:...geboren aus dem Samen Davids nach dem Fleisch, bestimmt zum Sohn Gottes (in Kraft) nach dem Geist der Heiligkeit (durch die Auferstehung von den Toten)“. Sicher ist, dass die Formel die sarkische und pneumatische Seinsweise Jesu einander gegenüberstellt. Beide Seinsweisen folgen zeitlich aufeinander. Die erste beginnt mit der irdischen Existenz Jesu, die zweite mit seiner Auferweckung. Der Christus nach dem Pneuma ist der Erhöhte und in seine messianische Herrschaft Eingesetzte. Er besitzt die volle Macht, bzw. Gott hat ihn machtvoll eingesetzt. Diese Daseinsweise des erhöhten und in seine messiansiche Herrschaft eingesetzten Christus ist seit/kraft seiner Auferstehung (83).

Röm 8,34:Wer ist es, der (uns) verdammt? (Etwa) Jesus Christus, der doch (für uns) gestorben ist, mehr noch, der auferweckt wurde und der (somit) zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt“? Für Paulus ist das Erhöhtsein Jesu mit der Auferweckung gegeben. Jesus ist auferweckt, heißt zugleich: Er ist zur Rechten des Vaters (84f).

Röm 14,9: Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei“. Durch Tod und Auferstehung ist Jesus zur Herrschaft gelangt über Lebende und Tote. Das 'Herrschen' setzt seine Erhöhung voraus (85).

Phil 2,6-11: Obwohl dieses Lied den Weg des Erlösers von seiner himmlischen Präexistenz über die Menschwerdung und Erniedrigung bis zu seiner Inthronisiation und der Anbetung durch den gesamten Kosmos zum Inhalt hat, wird die Auferweckung nicht erwähnt. Nach der Nennung des Todes (V 8) schließt sich mit 'dio' unmittelbar die Erhöhungsaussage an, die durch das Motiv der Namensverleihung und Akklamation entfaltet wird. Es geht um das Schema Erniedrigung – Erhöhung. Die Auferweckung ist nicht ausgeklammert, sondern in den stärker reflektierten Erhöhungsbegriff aufgenommen. Das 'über alle Maßen erhöht' (2,9) enthält die Auferweckung Jesu und zugleich sein 'Sitzen zur Rechten'. Paulus gleicht den Christushymnus lediglich durch eine stärkere Betonung des Kreuzestodes dem ihm geläufigeren Schema Tod – Auferweckung an. Für Paulus sind Auferweckung und Erhöhung identisch (85f).

Kol 3,1:Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes“. Das Sitzen zur Rechten ist unmittelbare Folge und Konsequenz der Auferweckung.

Eph 1,20:... ihn (Christus) hat er auferweckt von den Toten und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel“. Auferweckung und Erhöhung sind als die verschiedenen Seiten eines einzigen Geschehens zu interpretieren.

Eph 2,5f:Obwohl wir tot waren durch die Sünden, hat er uns mit Christus lebendig gemacht...; und er hat uns mitauferweckt und miteingesetzt im Himmel in Christus Jesus“. Es handelt sich um zwei Aspekte eines einzigen Vorgangs. Das 'mitauferweckt' und 'miteingesetzt' entfalten das grundlegende mit Christus lebendig gemacht.

Eph 4,10: Der hinabgefahren ist, ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel...“. Wie in Jh 3,13 liegt das Schema Abstieg – Aufstieg des Erlösers zugrunde. In diesem Schema ist der Aufstieg genauso unsichtbar wie der Abstieg. Das Hinaufsteigen vollzieht sich in der himmlischen Welt. Mit dem Abstieg ist die Inkarnation gemeint (87).

1Tim 3,16:... Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertig im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit“. Die Erhöhung ist keine Erhöhung vor den Augen der Jünger. Sichtbar wird sie nur im Siegeszug des Evangeliums durch die Völker (88f).

b. 1Petrusbrief

1Ptr 1,21:... Gott, der ihn (Christus) auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben hat...“. Gott hat Christus ausersehen vor aller Schöpfung, er hat ihn in der Enzeit offenbar gemacht, ihn von den Toten auferweckt und ihn erhöht. Auferweckung und Erhöhung sind nebeneinander geordnet.

1Ptr 3,18f: ... Christus ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis“. Im Geist, in der neuen, pneumatischen Seinsweise, die ihm durch die Auferweckung zuteil wurde, ist Christus hingegangen und predigte den Geistern im Gefängnis. Die Predigt Christi erfolgt während seiner Himmelfahrt. Es ergibt sich die Folge: getötet – lebendig gemacht – hingegangen, d.h. die Himmelfahrt ist deutlich von der Auferweckung abgehoben (90).

1Ptr 3,21f:... durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel...“. Der 1Petrusbrief gehört zusammen mit dem Epheser – und Kolosserbrief in einen kirchlichen Raum, in dem sich bereits eine 'kosmische' Christologie ausgebildet hat. Diese Christologie denkt intensiver über die Erhöhung nach, weil sie aufs stärkste an dem Motiv des Sieges Christi über die Mächte und Gewalten im Himmel interessiert ist. Der Text fährt fort: „aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel, die Gewalten und die Mächte“.

Die Himmelfahrt in 1Ptr 3,19.22 ist wie in 1Tim 3,16 ein unsichtbares Geschehen, das sich in himmlischen Räumen abspielt. Dafür spricht die während der Auffahrt stattfindende Unterwerfung der Mächte und Gewalten (90).

c. Hebräerbrief

Von der Auferweckung Jesu ist nur in 13,20 die Rede, hingegen häufig von seinem Durchschreiten der Himmel (4,14;  7,26) und von seinem Eintreten in das himmlische Heiligtum (6,19f;  9,11f.24). Auch dem Hebr liegt das ältere Erhöhungskerygma zugrunde:

Hebr 1,3:... er hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe“.

Hebr 2,9:... Jesus sehen wir durch das Leiden des Todes mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt...“.

Hebr 12,2:... der … das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes“.

Diesen drei Texten ist gemeinsam, dass jeweils sofort nach der Nennung des Kreuzestodes von der Inthronisation Jesu die Rede ist. Wie Phil 2,9 wird die Auferweckung nicht genannt. Die Inthronisationsaussage ist aktivisch (1,3;  12,2) oder passivisch (2,9) formuliert. Sie erfolgt in allen drei Fällen unter Zuhilfenahme einer Psalmstelle (Ps 109 in 1,3 und 12,2; Ps 8 in 2,9) (91).

Hebr 1,5:... Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt“. Für eine Erhöhungsaussage sprechen folgende Gründe: Der Verfasser des Hebr wird gewusst haben, dass Ps 2,7 ein Inthronisationsschema zugrunde liegt. Hebr 1,3 ist von der Inthronisation Jesu die Rede. Aus V4 ergibt sich, dass es im folgenden nicht nur um die Größe und Erhabenheit des Sohnesnamens Jesu geht, sondern zugleich um das Geschehen, bei dem er einen solchen Namen erhielt. Die gesamte Zitatenkette 1,5-13 bildet einen feierlichen Inthronisationshymnus (91f).

Hebr 5,5: wird die Zitation von Ps 2,7 folgendermaßen eingeführt: „So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: Mein Sohn bist du...“. Der Zuspruch Gottes bewirkte die Einsetzung. Wann geschah diese Einsetzung? V 6: „... Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung des Melchisedek“. Das Zitat aus Ps 109 muss als Zuspruch Gottes bei der Erhöhung Jesu verstanden werden, denn im Anschluss an dieses zweite Zitat ist die Rede von dem vollkommenen Gehorsam Jesu in den Tagen seines Fleisches (V 7f). Dann heißt es weiter: „Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden, genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung des Melchisedek“ (V 9f). Die Vollendung Jesu erfolgt aufgrund seines Gehorsams im Fleisch, sie ist identisch mit seiner Erhöhung oder schließt diese mit ein. Im Zusammenhang mit seiner 'Vollendung' wird Jesus von Gott als Hoherpriester nach der Ordnung des Melchisedek angeredet. Ps 109,4 wird in Hebr 5 genauso wie Ps 2,7 als göttlicher Zuspruch verstanden, der die Erhöhung und Einsetzung Jesu zum Sohn und ewigen Hohenpriester unmittelbar bewirkt hat. Der göttliche Zuspruch bzw. die Namensverleihung ist entscheidender Bestandteil der Inthronisation (wie Phil 2,9) (92f).

d. Markusevangelium

Nirgendwo in der zum Teil älteren Briefliteratur gibt es Anzeichen für die Tradition einer sichtbaren Himmelfahrt. Dort fielen vielmehr Auferweckung und Erhöhung zusammen. Für Markus wird man die gleiche Auffassung und nicht etwa die Anschauung einer sichtbaren Himmelfahrt präsumieren müssen (93).

e. Matthäusevangelium

In den Vv 28,18b-20 spricht Jesus als der bereits in die himmlische Herrlichkeit Erhöhte. Mt 28,18 setzt die Erhöhung Jesu voraus. Denn eine höhere Stellung als diejenige, die ihm „alle Macht im Himmel und auf der Erde“ einräumt, ist für Jesus nicht denkbar. Die Erscheinung vor den elf Jüngern auf dem Berg in Galiläa ist Abschluss und Vollendung (94).

f. Ergebnis

Nirgendwo finden sich Indizien einer sichtbaren Himmelfahrt bzw. eine Entrückung, wie wir sie von Lukas kennen. 1Kor 15,3-8 und Mt 28,18-20 scheinen die lkn Konzeption völlig auszuschließen. Auch von einer Zwischenzeit, die Auferweckung und Erhöhung (oder Auferstehung und Himmelfahrt) voneinander trennt, ist nirgends die Rede. Auferweckung und Erhöhung bilden vielmehr eine innere Einheit.

- Es wird terminologisch nur von Auferweckung gesprochen, aber die Erhöhung ist mitausgesagt: Röm 14,9; 1Kor 15,3-8; 1Thess 1,9f.

- Es wird terminologisch nur von Erhöhung bzw. Himmelfahrt gesprochen, die Auferweckung ist dabei aber in der Erhöhungsaussage impliziert: Eph 4,8-10; Phil 2,6-11; 1Tim 3,16; Hebr 1,3.5;  2,9;  5,5;  12,2; Mt 28,18b vgl. Röm 1,3f.

- Das Sitzen zur Rechten wird als Ergebnis der Auferweckung genannt: Röm 8,34; Kol 3,1

- Auferweckung- und Erhöhungsaussage werden aneinandergereiht, aber deutlich als zwei Seiten eines einzigen Vorgangs gekennzeichnet: Eph 1,19f;  2,5f

- Auferstehung und Himmelfahrt werden nacheinander aufgezählt, ohne dass ihre Einheit sichtbar wird: 1Ptr 1,20f;  3,18f.21f. Diese Himmelfahrt ist bedingt durch die besonderen Interessen einer sich entwickelnden kosmischen Christologie.

Auferweckung und Erhöhung meinen im Urchristentum dasselbe Ereignis. Die Auferweckung formuliert dieses Ereignis im Hinblick auf seinen terminus a quo, die Erhöhung im Hinblick auf seinen terminus ad quem (94f).

Überblickt man die vielfältigen Erhöhungsaussagen des NTs, so fällt auf, dass fast immer atl Texte im Hintergrund stehen:

Ps 2,7:             Hebr 1,5;  5,5

Ps 8,6:             Hebr 2,9

Ps 67,19:         Eph 4,8-10

Ps 109,1:         Röm 8,34; Eph 1,20; Kol 3,1; Hebr 1,3;  12,2; 1Ptr 3,22

Auch Jes 52,13 („Siehe, meinem Knecht wird’s gelingen, er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein“) scheint für die Entfaltung des Erhöhungskerygmas eine Rolle gespielt zu haben (95f).

G. Lohfink (1965): Für Paulus gibt es keine Trennung zwischen Auferweckung und Erhöhung (bzw. Himmelfahrt) Christi. Die Auferweckung kann als die Erhöhung Christi in seine himmlische Macht und Herrlichkeit dargestellt werden. Bei Matthäus spricht der Auferstandene während der Erscheinung vor den elf Jüngern in Galiläa bereits als der erhöhte Herr. Mit dem Wort: „Mir ist alle Gewalt gegeben“ (Mt 28,18), verkündet Christus feierlich seine Inthronisation zur Rechten des Vaters. Für Paulus wie für Matthäus ist diese Erhöhung ein ganz jenseitiger Vorgang, der nicht vor Zeugen stattgefunden hat und der nur im Glauben erfahrbar ist. Mk 16,19 entspricht der lkn Darstellung. Aber dieser Satz steht in einem Abschnitt (Mk 16,9-20), der dem Mk-Ev erst viel später hinzugefügt wurde. Im Jh-Ev erfährt die urchristliche Erhöhungsaussage, wie sie uns bei Paulus und Matthäus begegnet, eine theologische Deutung und Vertiefung dahingehend, dass die Erhöhung Christi dem Glaubenden in geheimnisvoller Weise schon im Kreuzesgeschehen sichtbar wird. „Wenn ich erhöht bin von der Erde, werde ich alle zu mir ziehen“ (Jh 12,32) (49).

Der Ursprung des Glaubens an die Erhöhung Christi war die lebendige Erfahrung des Auferweckten in den Ostererscheinungen. Das Alte Testament gab die Worte und Gedanken in die Hand, mit denen diese überwältigende Erfahrung seiner Macht und Herrlichkeit ausgedrückt werden konnte: dass Jesus zur Rechten Gottes erhöht worden sei (Ps 110: Apg 2,33f; Eph 1,20; Hebr 1,3; Mk 16,19). „Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt“ (Ps 2: Apg 13,33; Hebr 1,5;  5,5). „Alles hat er ihm zu Füßen gelegt“ (Ps 8: 1Kor 15,27; Eph 1,22; Hebr 2,5-8). „Aufsteigend zur Höhe“ (Ps 67: Eph 4,8). „Mein Knecht wird erhöht und verherrlicht werden“ (Jes 52,13: Lk 24,26). Ohne die Erfahrung der Ostererscheinungen wäre es niemals zu Schriftbeweis und theologischer Reflexion und damit zur Erhöhungsaussage gekommen. Dem Satz, dass Christus zum Sohn Gottes eingesetzt ist in Macht (Röm 1,4) oder dass er gesetzt worden sei zur Rechten des Vaters, liegt die Erfahrung des auferweckten Herrn zugrunde. Der Erhöhung liegen als geschichtlicher Ansatzpunkt die Ostererscheinungen zugrunde. Der Vorgang der Erhöhung selbst liegt zwar jenseits von Raum und Zeit. Aber diese jenseitige Wirklichkeit wurde in den Erscheinungen Christi in den irdischen Bereich hinein sichtbar. Die theologische Entfaltung will deutlich machen, was als reales Geschehen den Jüngern in der Zeit nach Ostern sichtbar wurde: Christus lebt, Christus ist der Herr (51f).

L.M.: Da nach dem NT niemand die Auferstehung Jesu beobachtet hat, kann niemand Zeuge der Auferstehung Jesu sein. Jesus ist in seine Herrlichkeit eingegangen (Lk 24,26) und kann aus dieser Herrlichkeit nur noch durch Erscheinungen im irdischen Bereich sichtbar werden. „Heute (noch) wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23,43). Woher wissen wir, dass Jesus nicht am Karfreitag, sondern erst am dritten Tag, am Ostersonntagmorgen, auferweckt bzw. erhöht worden ist, da nach dem NT niemand die Auferstehung Jesu beobachtet hat?

Da niemand die Auferstehung Jesu beobachtet hat, sind alle Aussagen darüber, was am Ostersonntagmorgen am Grab Jesu geschehen sein soll, reine Phantasie.

Wenn Jesus in voller irdischer Leibhaftigkeit auferstanden ist, wieso hat Maria (Jh 20) Jesus nicht erkannt? Wenn Jesus nicht in voller irdischer Leibhaftigkeit auferstanden ist, dann ist sein Grab nicht leer.

Paulus hat den historischen Jesus nicht gekannt. Seit seiner Damaskus-Bekehrung weiß er: Jesus lebt. Aufgrund seiner jüdisch-apokalyptischen Sichtweise setzt er Jesus lebt = Jesus ist auferstanden.

Paulus brauchte das Auferstandensein Jesu als Unterlage seiner Predigt von der Auferstehung des Christen.